Schulgeschichte der Gemeinde Ettenkirch

Ettenkirch ist mit 1.830 Einwohnern die drittgrößte Ortschaft von Friedrichshafen am Bodensee und hat eine Fläche von 17,73 km². Zur Ortschaft Ettenkirch gehören neben dem namengebenden Ort Ettenkirch die Ortsteile Appenweiler, Batzenweiler, Bettenweiler, Eggenweiler, Ellenweiler, Furatweiler, Habratsweiler, Hinterhof, Hirschlatt (bis 1937 selbstständige Gemeinde), Huiweiler, Krehenberg, Lehhorn, Lempfriedsweiler, Lindenholz, Rosengarten, Waltenweiler, Wannenhäusern, Wir-getswiesen und Zillisbach.

Mit der Errichtung „wirklicher“ Schulen geht es im 18. Jahrhundert sehr langsam voran. In dem zur Landvogtei gehörigen Teil des Oberamtes Tettnang gibt es 1782 nur in Ailingen und in Ettenkirch Schulen mit „abgerichteten Schulmeistern“. Ab 1808 besteht durch eine neue Verordnung für alle katholischen Elementarschulen des Königreiches die Pflicht, dass alle Kinder nach dem vollendeten 6. Lebensjahr dem Schulunterricht bis zum 14. Lebensjahr beizuwohnen haben. Die Sonntagsschule muss bis zum vollendeten 21. Lebensjahr besucht werden (meist von 13 bis 14 Uhr) Im Jahre 1811 ist in einer Pfründebeschreibung zum ersten Mal erwähnt, dass im Ort an Werk-, Sonn- und Feiertagen Schule gehalten wird. 1814 wird in Ettenkirch neben der Kirche ein Schulhaus neu erbaut. Das Schulzimmer im oberen Stock mit 6 Kreuzstöcken ist sehr hell und geräumig und wird von 78 Kindern an den Werktagen und 48 Sonntagsschülern besucht. Im Erdgeschoss wohnt der Schulmeister mit seiner Familie. Zum Schulgebäude gehört direkt nebenan ein kleiner Schulgarten, der der Eigenversorgung des Schulmeisters und seiner Familie dient. 1847 wird die Zugehörigkeit zum Schulinspektorat Tettnang erwähnt. Bis zum Jahr 1888 gibt es nur eine Schulstelle. 1894 unterrichten in der Schule zwei Lehrer, ein Hauptlehrer und ein Lehrergehilfe. 1903 bekommt Ettenkirch die erste Lehrerin für eine „unständige Stelle“, Magdalena Fuchs. Von 1905 bis 1912 unterrichtet Lehrer Josef Sipple. Im unteren Stock des Schulgebäudes werden die Oberklassen mit 55 Schülern, im oberen Stock die Unterklassen mit 35 Schülern unterrichtet. Der Schulmeister wohnt nun nebenan in einem kleinen Lehrerhaus und muss die Schule heizen und reinigen. Im Jahr 1959 wird im Erdgeschoss der große Klassenraum unterteilt und die Schule wird dreiklassig geführt. Durch die nach dem II. Weltkrieg dazu kommenden Flüchtlingsfamilien und deren Kinder sowie die steigende Geburtenrate Mitte der 50er Jahre wird der Raum erneut eng. 1964 wird die neue Schule am heutigen Standort gebaut. In den Klassen werden oft zwei Jahrgänge zusammengefasst. Nach Einführung des 9. Schuljahres werden aus Platzmangel die Hauptschulklassen nach Oberteuringen verlegt, ab 1972 besuchen die Hauptschüler dann die Schule in Ailingen. Seit 1973 ist die Schule Ettenkirch eine reine Grundschule.

Schulleiterchronik:

Ludwig Roos 1937 - 1977 Elfriede Stumpp 1977 - 1993 Brigitte Pfeiffer 1993 - 2012 Julie Adam 2012-2016 Martin Müller-Schöll seit 2016



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